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Versichertenbestand in der Pflegezusatzversicherung

Eingetragen am 03.10.2015 um 08:47

Versichertenbestand in der Pflegezusatzversicherung

Laut aktuellem Zahlenbericht des PKV-Verbandes wählen die meisten Versicherungsnehmer die Pflegetagegeldversicherung, um die vorhandene Versorgungslücke im Pflegefall zu schließen.

Ende 2013 wies der PKV-Verband für die Pflegetagegeldversicherung einen Bestand von 2.150.400 Verträgen aus. Gefolgt von der geförderten Pflegezusatzversicherung (Pflege-Bahr) mit 353.600 Verträgen und der Pflegekostenversicherung mit 344.900 Verträgen. (siehe Grafik).

Starker Zuwachs in der Pflegezusatzversicherung

Durch die Einführung der geförderten Pflegezusatzversicherung  - geförderte Verträge konnten erstmals zum 01.01.2013 abgeschlossen werden – war das Wachstum im Bereich Pflegezusatzversicherung stärker als im Vergleichszeitraum 2012. Diese positive Entwicklung zeigt deutlich, dass die Bevölkerung sehr sensibel auf das Thema Pflege reagiert und auch bereit ist Geld in die eigene Absicherung zu investieren.

Zusatzabsicherung zwingend erforderlich

Und dass eine zusätzliche private finanzielle Vorsorge zwingend erforderlich ist, zeigt ein kurzer Blick auf die tatsächlichen Pflegekosten und die Leistungen der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung. Schnell wird klar, dass die gesetzlichen Pflegeleistungen nur einen Teil dieser Kosten abdecken. Wird man beispielsweise ambulant in der Pflegestufe 1 gepflegt fallen schnell monatliche Kosten von ca. 1.200 Euro an. Nach Abzug der gesetzlichen Leistung in Höhe von 468 Euro bleibt ein Eigenanteil von 732 Euro.

Pflegetagegeldversicherung versus Pflegekostenversicherung

Diese 732 Euro kann man am einfachsten durch den Abschluss einer Pflegetagegeldversicherung abdecken. Einfach deshalb, da der Versicherungsnehmer bei einer Pflegetagegeldversicherung die Leistungen für die einzelnen Stufen selbst bestimmen kann und bei Abruf der Leistungen keinen Nachweis für die Verwendung führen muss.

Bei einer Pflegkostenversicherung hingegen, werden die tatsächlich entstandenen Kosten zu einem im Vertrag festgelegten Prozentsatz übernommen. Die Übernahme erfolgt jedoch nur gegen Nachweis der Kosten. Dies könnte dann schwer werden, wenn die Pflege von einem Familienangehörigen übernommen wird.

Die Transparenz und die freie Verfügbarkeit der Leistungen einer Pflegetagegeldversicherung erklärt auch, warum der Versichertenbestand in dieser Sparte so viel höher ausfällt als im Bereich der Pflegekostenversicherung.

 

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