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Pflege Bahr, das lohnt sich nicht!

Eingetragen am 26.05.2013 um 18:01

So sehen es zumindest die Experten der Fachzeitschrift „Finanztest“. Unter der Überschrift „Lieber ohne Förderung“ wurde in der Maiausgabe 2013 die aktuelle Pflegeförderung wie auch die nicht geförderte Pflegetagegeldversicherung auf Herz und Nieren geprüft.

Leistungen sind zu gering!

Größter Kritikpunkt der Experten: Die begrenzte Leistung aller derzeit am Markt angebotenen Pflege Bahr Tarife. Aktuell werden maximal 600 Euro pro Monat für die Pflegestufe III bezahlt. Diese Summe ist bei weiten nicht ausreichend, um die tatsächlichen Kosten zu decken, die nach Vorleistung der gesetzlichen Pflegeversicherung vom Betroffenen selbst oder dessen Angehörige zu übernehmen sind.

In der Pflegestufe 0, I und II müssen nach der gesetzlichen Vorlage mindestens 10%, 20% bzw. 30% der Pflegestufe III geleistet werden, damit der Vertrag gefördert wird. So ist es alleine durch den Abschluss einer Pflege Bahr Versicherung nicht möglich, die vorhandene Versorgungslücke zu schließen.

Zwar bietet die geförderte Pflegetagegeldversicherung nach Pflege Bahr, den Vorteil, dass keine Gesundheitsprüfung durchlaufen werden muss und auch kein Leistungsausschluss aufgrund einer Vorerkrankung vereinbart werden darf, doch genau hier sehen die Experten von Finanztest ein weiteres Risiko.

Hohe Beitragsanpassung wegen fehlender Gesundheitsprüfung!

Durch die fehlende Risikoselektion ist zu erwarten, dass vor allem Personen, die aufgrund Ihres Gesundheitszustandes keine Möglichkeit haben eine Pflegetagegeldversicherung mit Gesundheitsprüfung abzuschließen, sich für die neuen Pflege Bahr Tarife entscheiden. Dies kann jedoch schnell dazu führen, dass durch eine erhöhte Schadenquote die Beiträge wesentlich schneller und auch stärker angepasst werden müssen als bei einer Pflegetagegeldversicherung ohne Förderung.

So kann es also sehr schnell passieren, dass zukünftige Beitragssteigerungen wesentlich höher sind, als die Förderung in Höhe von 5 Euro pro Monat.

Und auch die Bedingungen der neuen Pflege Bahr Tarife sind meist schlechter. So gibt es bei fast allen Angeboten eine Wartezeit von 5 Jahren. Teilweise wird diese zwar verkürzt aber meist nur, wenn die Pflegebedürftigkeit aufgrund eines Unfalls eingetreten ist. Und aktuell gibt es kein Angebot mit einer Beitragsfreistellung im Leistungsfall am Markt. Steigende Beiträge und fehlende Beitragsfreistellung können so die monatliche Pflegegeldleistung enorm belasten.

Einzige Ausnahme!

Nur eine kleine ganz bestimmte Kundengruppe könnte nach Ansicht der Finanztest-Experten von der neuen Pflege Bahr Förderung profitieren. Personen, die jünger als 40 Jahre sind, derzeit nur den Mindestbeitrag in Höhe von 10 Euro bezahlen müssen, meist eine erhöhte Leistung erhalten und augrund des aktuellen Gesundheitszustandes in den nächsten Jahren damit rechnen müssen zum Pflegefall zu werden.

Für alle anderen, so das Resümee der Tester ist die ungeförderte Pflegetagegeldversicherung die bessere Lösung.

 

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